Aaron Fischer Ingenieur, Vater, Heimwerker, Problemlöser

04 März, 2007

Meinungsmacher

Netzkultur

ENDL hat einen Interessanten Blogeintrag verfasst, der mich auch wieder etwas nachdenklich gestimmt hat. Es geht um die eigene Meinung und von welchen Faktoren diese abhängen. Oft macht man seine eigene Meinung von den der Anderen abhängig, das haben die meisten größeren Internetplattformen bereits begriffen. Überall gibt es die Kommentarfunktion, bei Amazon kann man Rezensionen schreiben, bei eBay sind die Bewertungen das Aushängeschild des jeweiligen Verkäufers und Digg.com lebt quasi von den Meinungen anderer.

Doch kann man diesen Meinungen überhaupt wert zusprechen? Die Rezensionen bei Amazon sind teilweise fast schon lachhaft. Hier wird das Fachbuch vom eigenen Wissensstand abhängig gemacht oder über den Einband gelästert. Emotionen spielen hier eine große Rolle. Bei eBay scheint es ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, eine positive Bewertung abgeben zu müssen, denn jeder ist scharf aus seine 99,9% positiven Bewertungen. Wer dennoch eine neutrale oder gar negative Bewertung abgibt, kann gleich damit rechnen, selbst eine solche zu erhalten oder der geschädigt (derjenige der die negative Bewertung bekommen hat) geht sich direkt bei einem eBay-Mitarbeiter ausheulen.

Der Drang zur Bewertung wird anscheinend immer größer. Nicht nur Plattformen wie dooYoo.de oder ciao.de sind sehr beliebt, sondern auch die nur durch Meinungen getriebene Rating-Plattform digg.com macht ihr Geld damit.

Es ist schwierig, in solch einer Meinungslandschaft objektiv zu bleiben und selbst zu bestimmen, ob und mit wem man seine Meinung teilt, mag sie noch so weit oben auf der Digg-Frontpage stehen.